Ratgeber · Branchen

Die perfekte Website für Handwerker Was sie braucht, damit das Telefon klingelt

Elektriker, Schreinerin, Maler oder Sanitär: Wer heute einen Handwerker sucht, sucht bei Google. So wird deine Website zum besten Verkäufer deines Betriebs.

Von Richi25. September 20268 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
  • Kunden wollen in Sekunden sehen: Was machst du, wo arbeitest du und wie erreiche ich dich?
  • Eine eigene Seite pro Leistung und klare Angaben zum Einzugsgebiet bringen dich bei Google nach vorne.
  • Echte Fotos von Arbeiten, Vorher-nachher-Bilder und Bewertungen schaffen Vertrauen.
  • Die Telefonnummer gehört gut sichtbar auf jede Seite – auf dem Handy mit einem Tipp anrufbar.

Die Auftragsbücher vieler Handwerksbetriebe sind voll – und trotzdem lohnt sich eine gute Website. Denn sie entscheidet darüber, welche Aufträge reinkommen: die passenden in deiner Region oder zufällige Anfragen, die nicht zu dir passen. Und sie spart dir Zeit, weil Kunden viele Fragen schon beantwortet bekommen, bevor sie anrufen.

Warum Handwerker eine gute Website brauchen

Wer ein neues Bad, eine Reparatur oder einen Umbau plant, fragt vielleicht zuerst im Bekanntenkreis. Aber spätestens danach wird gegoogelt: Die Empfehlung wird überprüft, Alternativen werden verglichen. Eine veraltete oder fehlende Website kostet dich in diesem Moment Vertrauen – auch wenn deine Arbeit ausgezeichnet ist.

Gleichzeitig suchen viele Menschen ganz direkt nach Leistung und Ort, etwa «Elektriker Sarnen» oder «Badsanierung Luzern». Wer dort nicht auftaucht, existiert für diese Kunden schlicht nicht.

Die 8 wichtigsten Inhalte einer Handwerker-Website

  1. Klare Aussage oben: Was machst du, wo? Zum Beispiel «Sanitär und Heizung in Obwalden und Nidwalden».
  2. Telefonnummer überall: Oben sichtbar und auf dem Handy mit einem Tipp anrufbar. Viele Kunden rufen lieber an, als ein Formular auszufüllen.
  3. Eine Seite pro Leistung: Badsanierung, Heizungsersatz, Reparaturservice – jede mit eigenem Text, Bildern und typischen Fragen.
  4. Einzugsgebiet: Nenne die Orte und Regionen, in denen du arbeitest. Das hilft Kunden und Google.
  5. Referenzen mit Fotos: Abgeschlossene Projekte, idealerweise mit Vorher-nachher-Bildern und einem Satz zum Auftrag.
  6. Team und Betrieb: Wer kommt zu mir nach Hause? Fotos von dir und deinem Team schaffen Vertrauen.
  7. Bewertungen: Zeige, was Kundinnen und Kunden sagen – etwa mit einem Link zu deinen Google-Bewertungen.
  8. Einfache Anfrage: Ein kurzes Formular mit der Möglichkeit, Fotos des Problems mitzuschicken, spart dir Rückfragen.

Tipp: Beantworte auf deinen Leistungsseiten die Fragen, die du am Telefon immer wieder hörst: Wie lange dauert das? Muss ich dafür ausziehen? Wie läuft eine Offerte ab? Das spart Zeit und wirkt kompetent.

Bei Google in deiner Region gefunden werden

Für Handwerker ist die lokale Suche entscheidend. Die wichtigsten Hebel:

  • Google-Unternehmensprofil vollständig ausfüllen – mit Einzugsgebiet, wenn du beim Kunden arbeitest. Wie das geht, zeigt unsere Anleitung zum Google-Profil.
  • Seitentitel mit Leistung und Ort, zum Beispiel «Badsanierung in Luzern | Muster Sanitär AG».
  • Bewertungen sammeln: Frag nach jedem abgeschlossenen Auftrag nach einer ehrlichen Bewertung – so, wie es Google erlaubt. Mehr dazu in Google-Bewertungen sammeln.
  • Einheitliche Firmenangaben auf Website, Google und in Verzeichnissen.

Mehr Hintergründe liefert unser Ratgeber Lokales SEO.

Fotos und Referenzen: dein stärkstes Verkaufsargument

Handwerk ist sichtbar – nutze das. Mach es dir zur Gewohnheit, bei jedem Auftrag vorher und nachher ein Foto mit dem Handy zu machen (natürlich mit dem Einverständnis der Kundschaft). Nach einigen Monaten hast du eine Sammlung, die mehr überzeugt als jeder Werbetext. Achte auf Tageslicht, einen aufgeräumten Hintergrund und darauf, dass keine privaten Details der Kunden erkennbar sind.

Wie ein einheitlicher Auftritt online und auf Papier aussehen kann, zeigt unsere Fallstudie zu East Side Customs, einer Carrosserie in Muri.

Typische Fehler auf Handwerker-Websites

  • Die Telefonnummer ist nur im Impressum zu finden.
  • Alle Leistungen stehen in einer langen Liste auf einer einzigen Seite.
  • Stockfotos von lächelnden Models statt echter Bilder aus dem Betrieb.
  • Kein Hinweis darauf, in welchen Orten man arbeitet.
  • Die Website ist auf dem Handy kaum bedienbar – obwohl viele Kunden genau dort suchen.

Häufige Fragen

Braucht ein Handwerker mit vollen Auftragsbüchern überhaupt eine Website?

Ja, denn sie beeinflusst, welche Aufträge reinkommen. Mit einer guten Website gewinnst du gezielt die Aufträge, die zu dir passen, und sparst Zeit, weil viele Fragen schon vorab beantwortet sind. Auch Empfehlungen werden online überprüft.

Was kostet eine Website für einen Handwerksbetrieb?

Bei uns kostet eine einfache Website zwischen CHF 600 und 3’600, eine mehrseitige Website mit eigener Seite pro Leistung meist zwischen CHF 3’600 und 8’000.

Wie komme ich bei Google in meiner Region nach vorne?

Mit einem vollständigen Google-Unternehmensprofil, echten Bewertungen, einer eigenen Seite pro Leistung und Seitentiteln, die Leistung und Ort nennen.

Geschrieben von Richi, Digital VisionAIR – Webagentur für KMU in der Zentralschweiz. Stand: 25. September 2026.

Mehr passende Aufträge über deine Website?

Wir bauen Websites für Handwerksbetriebe, die zeigen, was du kannst – und bei Google in deiner Region gefunden werden. Das Erstgespräch ist kostenlos.

Weitere Ratgeber

Branchen7 Min. LesezeitWebsite für Coiffeur- und KosmetikstudiosOnline-Terminbuchung, Preise, Bilder und Instagram: Was eine Salon-Website braucht, um Termine zu füllen.Weiterlesen →Branchen7 Min. LesezeitWebsite für Restaurants und CafésSpeisekarte, Reservation, Öffnungszeiten und Google Maps: Was Gäste auf deiner Website suchen.Weiterlesen →Branchen7 Min. LesezeitWebsite für Coaches, Therapeuten und PraxenÜber-mich-Seite, klare Angebote, Ablauf und Datenschutz: So schafft deine Website Vertrauen.Weiterlesen →