- Ein Relaunch lohnt sich, wenn die Website auf dem Handy schlecht funktioniert, veraltet wirkt, kaum Anfragen bringt oder du sie nicht selbst pflegen kannst.
- Nicht jede ältere Website muss komplett neu gebaut werden – manchmal reicht eine gezielte Überarbeitung.
- Die grösste Gefahr beim Relaunch: Google-Positionen verlieren, weil alte Adressen ins Leere laufen. 301-Weiterleitungen verhindern das.
- Plane den Relaunch als Chance, Inhalte und Struktur neu zu denken – nicht nur das Design.
Die Website wurde vor sieben Jahren gebaut, der Webdesigner von damals ist nicht mehr erreichbar, und eigentlich wolltest du schon lange etwas ändern. So oder ähnlich beginnen viele unserer Projekte. Ein Relaunch ist eine grosse Chance – wenn er gut geplant ist.
8 Warnsignale: Deine Website braucht ein Update
- Auf dem Handy ist sie mühsam. Texte sind zu klein, Buttons schwer zu treffen, man muss zoomen. Viele deiner Besucher kommen heute über das Smartphone.
- Sie lädt langsam. Wer mehrere Sekunden warten muss, ist oft schon wieder weg.
- Sie wirkt veraltet. Design, Bilder und Schriften aus einer anderen Zeit lassen dein Unternehmen weniger professionell wirken, als es ist.
- Die Inhalte stimmen nicht mehr. Alte Angebote, ehemalige Mitarbeitende, falsche Öffnungszeiten.
- Du kannst nichts selbst ändern. Jede kleine Anpassung braucht eine externe Person – oder bleibt liegen.
- Sie bringt kaum Anfragen. Besucher finden nicht, was sie suchen, oder es gibt keinen klaren Weg zur Kontaktaufnahme.
- Bei Google bist du unsichtbar. Für deine wichtigsten Leistungen und deine Region tauchst du nicht auf.
- Technik und Sicherheit sind veraltet. Keine verschlüsselte Verbindung (https), veraltete Plugins oder ein System, das keine Updates mehr erhält.
Treffen drei oder mehr Punkte zu, lohnt es sich, ernsthaft über einen Relaunch nachzudenken.
Relaunch oder Überarbeitung?
Nicht jede ältere Website muss komplett neu gebaut werden. Ist die technische Basis solid und stimmt die Struktur, reicht manchmal eine gezielte Überarbeitung: neue Texte, bessere Bilder, schnellere Ladezeiten und ein paar zusätzliche Seiten. Ein kompletter Neuaufbau ist sinnvoll, wenn das System veraltet ist, die Website nicht mobilfreundlich ist oder sich dein Angebot grundlegend verändert hat.
Wir schauen uns deine bestehende Website im Erstgespräch an und sagen dir ehrlich, was sich lohnt. Ein Beispiel für einen erfolgreichen Relaunch ist unsere Fallstudie zu Neon Fashion.
Der Ablauf in 6 Schritten
- Bestandsaufnahme: Was funktioniert heute gut, was nicht? Welche Seiten werden besucht, bei welchen Suchbegriffen wirst du gefunden?
- Ziele festlegen: Mehr Anfragen? Mehr Terminbuchungen? Besser gefunden werden in der Region? Klare Ziele machen jede spätere Entscheidung einfacher.
- Struktur und Inhalte planen: Welche Seiten braucht es, welche fallen weg? Ein Relaunch ist der ideale Moment, Texte neu zu schreiben.
- Design und Umsetzung: Die neue Website entsteht – idealerweise auf einer Testumgebung, damit die alte Seite bis zum Go-live online bleibt.
- Weiterleitungen und Tests: Alle alten Adressen werden auf passende neue Seiten umgeleitet, Formulare und Darstellung auf verschiedenen Geräten werden getestet.
- Go-live und Kontrolle: Nach der Umstellung Sitemap bei Google einreichen und in den ersten Wochen genau beobachten, ob alles richtig läuft.
So verlierst du beim Relaunch keine Google-Positionen
Die grösste Gefahr bei einem Relaunch ist unsichtbar: Google kennt die Adressen deiner alten Seiten. Ändern sich diese Adressen und führen danach ins Leere, verlierst du die Positionen, die du dir über Jahre aufgebaut hast. So verhinderst du das:
- Alle alten Adressen erfassen, zum Beispiel über die Google Search Console oder die alte Sitemap.
- 301-Weiterleitungen einrichten: Jede alte Adresse wird dauerhaft auf die inhaltlich passende neue Seite umgeleitet – nicht einfach alle auf die Startseite.
- Wichtige Inhalte behalten: Seiten, die heute gut gefunden werden, sollten mit ihren Inhalten weiterleben.
- Titel und Beschreibungen für jede neue Seite sauber setzen.
- Nach dem Go-live kontrollieren: In der Search Console siehst du, ob Google auf Seiten stösst, die nicht mehr existieren.
Aus der Praxis: Genau das haben wir auch bei unserer eigenen Website gemacht. Nach der Umstellung tauchten alte Adressen in der Search Console als Fehler auf – mit Weiterleitungen auf die passenden neuen Seiten war das Problem schnell gelöst.
Typische Fehler beim Relaunch
- Nur das Design erneuern: Eine hübschere Hülle mit denselben unklaren Texten bringt kaum mehr Anfragen.
- Keine Weiterleitungen: Der häufigste und teuerste Fehler aus SEO-Sicht.
- Zu viel auf einmal: Lieber zuerst die wichtigsten Seiten richtig machen und danach erweitern.
- Inhalte zu spät vorbereiten: Texte und Bilder sind oft der Grund, warum sich ein Projekt verzögert.
- Kein Plan für danach: Wer pflegt die Website, wer beantwortet Fragen, wer kümmert sich um Updates?
Häufige Fragen
Wie oft sollte man eine Website erneuern?
Eine feste Regel gibt es nicht. Viele Websites sind nach fünf bis acht Jahren technisch und optisch nicht mehr zeitgemäss. Entscheidend sind die Warnsignale: Funktioniert sie auf dem Handy, bringt sie Anfragen, kannst du sie pflegen?
Verliere ich bei einem Relaunch meine Google-Positionen?
Nicht, wenn der Relaunch sauber geplant ist. Wichtig sind vor allem 301-Weiterleitungen von allen alten Adressen auf passende neue Seiten und das Weiterführen wichtiger Inhalte.
Bleibt meine alte Website während des Relaunchs online?
Ja, bei uns entsteht die neue Website parallel. Erst wenn alles getestet ist, wird umgestellt.
Geschrieben von Richi, Digital VisionAIR – Webagentur für KMU in der Zentralschweiz. Stand: 25. September 2026.
