- Keywords sind die Begriffe, die deine Kunden bei Google eingeben – oft anders, als du denkst.
- Kostenlose Quellen: Google-Vorschläge, «Ähnliche Fragen», die Search Console und der Keyword-Planer von Google.
- Entscheidend ist die Suchabsicht: Will jemand kaufen, vergleichen oder sich informieren?
- Für KMU sind spezifische Begriffe mit Ort oft wertvoller als allgemeine Begriffe mit grossem Suchvolumen.
Du nennst es «Sanitärinstallation», deine Kundin sucht nach «Wasserhahn tropft». Du schreibst «Webdesign», dein Kunde sucht nach «Website erstellen lassen». Die Keyword-Recherche schliesst genau diese Lücke zwischen deiner Fachsprache und der Sprache deiner Kunden.
Was sind Keywords?
Keywords (Suchbegriffe) sind die Wörter und Wortkombinationen, die Menschen in Google eingeben. Man unterscheidet grob:
- Kurze, allgemeine Begriffe wie «Garage» – viel Suchvolumen, viel Konkurrenz, unklare Absicht.
- Längere, spezifische Begriffe wie «Garage Reifenwechsel Sarnen» – weniger Suchvolumen, aber klare Absicht und bessere Chancen.
Für KMU sind die spezifischen Begriffe oft Gold wert: Wer so genau sucht, ist meist kurz davor, Kunde zu werden.
Die Suchabsicht verstehen
Hinter jeder Suche steckt eine Absicht. Google versucht, genau die Seiten zu zeigen, die diese Absicht am besten erfüllen:
- Informieren: «Wie oft Heizung warten?» → Ratgeber-Artikel.
- Vergleichen: «Wärmepumpe oder Pelletheizung» → Vergleiche, Übersichten.
- Handeln: «Heizungsersatz Offerte Luzern» → Leistungsseite mit Kontaktmöglichkeit.
Tipp: Gib ein Keyword bei Google ein und schau dir die ersten Ergebnisse an. Sind es Ratgeber, Shops oder Anbieterseiten? So erkennst du, welche Art Seite du brauchst.
6 kostenlose Methoden für die Keyword-Recherche
- Deine Kundengespräche: Welche Wörter verwenden Kunden am Telefon oder in E-Mails? Notiere sie.
- Google-Vorschläge: Tippe einen Begriff ins Suchfeld und schau, was Google automatisch ergänzt.
- «Ähnliche Fragen»: Viele Suchergebnisse zeigen einen Block mit Fragen, die andere Nutzer stellen – ideal für FAQ und Ratgeber.
- Ähnliche Suchanfragen: Am Ende der Ergebnisseite zeigt Google oft verwandte Suchbegriffe.
- Google Search Console: Zeigt, bei welchen Suchbegriffen deine Website bereits erscheint. Anleitung: Google Search Console für Einsteiger.
- Google Keyword-Planer: Kostenlos mit einem Google-Ads-Konto nutzbar und liefert Schätzungen zum Suchvolumen.
Die richtigen Keywords auswählen
Bewerte deine gesammelten Begriffe nach drei Kriterien:
- Relevanz: Passt der Begriff wirklich zu deinem Angebot?
- Absicht: Sucht jemand, der Kunde werden könnte?
- Chancen: Kannst du realistisch vorne mitspielen, zum Beispiel mit Ortsbezug?
Ordne dann jedem wichtigen Keyword genau eine Seite deiner Website zu. So vermeidest du, dass mehrere Seiten um denselben Begriff konkurrieren.
Keywords richtig einsetzen
- Im Seitentitel und in der Beschreibung, die bei Google erscheint.
- In der Hauptüberschrift (H1) und in Zwischenüberschriften, wo es natürlich passt.
- Im Text, zusammen mit verwandten Begriffen und Synonymen.
- In der URL, zum Beispiel /badsanierung-luzern.
- In Bild-Alternativtexten, wenn sie das Bild beschreiben.
Und das Wichtigste: Schreib für Menschen. Ein Text, in dem das Keyword unnatürlich oft vorkommt, schreckt Leser ab und bringt auch bei Google nichts. Mehr dazu in Website-Texte, die verkaufen.
Häufige Fragen
Was kostet eine Keyword-Recherche?
Du kannst mit kostenlosen Methoden starten: Google-Vorschläge, ähnliche Fragen, Search Console und Keyword-Planer. Professionelle Tools liefern mehr Daten, sind für den Einstieg aber nicht zwingend nötig.
Wie viele Keywords pro Seite?
Konzentriere dich pro Seite auf ein Hauptthema mit einem Haupt-Keyword und einigen verwandten Begriffen. Für ein weiteres Thema erstellst du besser eine eigene Seite.
Soll ich Keywords mit hohem Suchvolumen wählen?
Nicht unbedingt. Für KMU sind spezifische Begriffe mit klarer Kaufabsicht und Ortsbezug oft wertvoller, weil die Konkurrenz kleiner und die Besucher passender sind.
Geschrieben von Richi, Digital VisionAIR – Webagentur für KMU in der Zentralschweiz. Stand: 25. September 2026.
