Ratgeber · Onlineshop

Onlineshop erstellen Shopify, WooCommerce & Co. im Vergleich für Schweizer KMU

Ein eigener Onlineshop kann dein Geschäft rund um die Uhr öffnen. Welche Systeme es gibt, was du bedenken musst und wie du Schritt für Schritt startest.

Von Richi25. September 20269 Min. Lesezeit
Kurz gesagt
  • Die bekanntesten Lösungen für KMU sind Shopify (Miet-Software mit monatlichem Abo) und WooCommerce (kostenlose Erweiterung für WordPress, du kümmerst dich selbst um Hosting und Updates).
  • Wichtiger als das System sind Sortiment, Produktdaten, Bilder, Zahlungsmittel, Versand und Rechtstexte.
  • Für Geschäfte mit Ladenlokal lohnt sich oft eine Anbindung ans Kassensystem, damit Lagerbestände übereinstimmen.
  • Ein Shop braucht nach dem Start Marketing – ohne Besucher keine Bestellungen.

Kundinnen und Kunden kaufen längst nicht mehr nur zu Ladenöffnungszeiten ein. Ein eigener Onlineshop ergänzt das Ladengeschäft, erschliesst neue Regionen oder ist das Geschäftsmodell selbst. Damit er erfolgreich wird, braucht es aber mehr als eine Software.

Lohnt sich ein Onlineshop für dich?

Ein Onlineshop lohnt sich besonders, wenn deine Produkte gut verschickt werden können, du Kunden auch ausserhalb deiner Region erreichen willst oder Stammkunden bequem nachbestellen sollen. Bevor du startest, lohnt sich eine ehrliche Rechnung: Wer pflegt Produkte, beantwortet Anfragen, verpackt Bestellungen und kümmert sich um Retouren?

Shopify oder WooCommerce?

Für KMU sind zwei Lösungen besonders verbreitet. Beide sind gut – sie passen zu unterschiedlichen Bedürfnissen.

Shopify
  • Miet-Software: Hosting, Sicherheit und Updates übernimmt Shopify.
  • Monatliches Abo, dazu je nach Tarif und Zahlungsart Transaktionsgebühren.
  • Einfach zu bedienen, viele Apps und Integrationen.
  • Ideal, wenn du dich aufs Verkaufen konzentrieren willst.
WooCommerce
  • Kostenlose Shop-Erweiterung für WordPress.
  • Du brauchst eigenes Hosting und kümmerst dich um Updates und Sicherheit.
  • Sehr flexibel, viele Erweiterungen – teils kostenpflichtig.
  • Ideal, wenn du bereits WordPress nutzt und viel anpassen willst.

Daneben gibt es weitere Anbieter, auch aus der Schweiz. Entscheidend ist, dass das System zu deinem Sortiment, deinen Abläufen und deinem Budget passt – und dass du es im Alltag bedienen kannst.

Aus der Praxis: Für den Salathé Shop in Luzern haben wir einen Shopify-Shop mit Anbindung an das Kassensystem und an den Paketdienstleister umgesetzt. So stimmen die Lagerbestände im Laden und online überein.

Die wichtigsten Bausteine

  • Produktdaten: Titel, Beschreibungen, Varianten (Grösse, Farbe), Preise und Lagerbestände. Gute Beschreibungen helfen Kunden und Google.
  • Produktbilder: Einheitliche, gut ausgeleuchtete Bilder verkaufen. Plane dafür genug Zeit ein.
  • Zahlungsmittel: Biete die Zahlungsarten an, die deine Kunden erwarten – in der Schweiz zum Beispiel Kreditkarte, TWINT oder Rechnung. Welche Zahlungsarten möglich sind, hängt vom System und vom Zahlungsanbieter ab.
  • Versand: Versandkosten, Verpackung und eine Lösung für Etiketten und Sendungsverfolgung.
  • Rechtstexte: Allgemeine Geschäftsbedingungen, Datenschutzerklärung, Impressum sowie klare Angaben zu Preisen, Lieferung und Rückgabe.
  • Schnittstellen: Kassensystem, Buchhaltung, Warenwirtschaft oder Marktplätze – je nach Bedarf.

In 7 Schritten zum eigenen Shop

  1. Sortiment und Zielgruppe festlegen.
  2. System auswählen und Zahlungs- sowie Versandpartner klären.
  3. Produktdaten und Bilder vorbereiten.
  4. Design und Struktur umsetzen: Startseite, Kategorien, Produktseiten, Warenkorb.
  5. Rechtstexte, Versandkosten und Steuereinstellungen einrichten.
  6. Testbestellungen durchspielen – inklusive Zahlung, E-Mails und Retoure.
  7. Go-live, bei Google einreichen und Marketing starten.

Nach dem Start: Besucher gewinnen

Der häufigste Irrtum: «Wenn der Shop online ist, kommen die Bestellungen von selbst.» In Wahrheit braucht jeder Shop Besucher. Bewährt haben sich:

  • SEO: Gut beschriebene Kategorien und Produkte, damit du bei Google gefunden wirst.
  • Google Ads und Google Shopping: Deine Produkte erscheinen direkt in den Suchergebnissen. Mehr dazu im Ratgeber Google Ads für KMU.
  • Social Media: Neue Produkte zeigen und gezielt bewerben – siehe Social-Media-Werbung für KMU.
  • Newsletter: Stammkunden über Neuheiten und Aktionen informieren.

Häufige Fragen

Was kostet ein Onlineshop?

Das hängt stark von Anzahl Produkte, Schnittstellen und Funktionen ab. Deshalb erstellen wir für Onlineshops immer eine individuelle Offerte. Dazu kommen laufende Kosten für das System, Zahlungsgebühren und allenfalls Apps oder Erweiterungen.

Shopify oder WooCommerce – was ist besser?

Beides kann richtig sein. Shopify ist einfacher im Betrieb, weil Hosting und Updates inklusive sind. WooCommerce ist flexibler, braucht aber mehr technische Betreuung.

Kann ich meinen Onlineshop mit dem Kassensystem im Laden verbinden?

Oft ja. Viele Kassensysteme bieten Schnittstellen zu Shop-Systemen. So bleiben Lagerbestände online und im Laden synchron. Wir prüfen im Erstgespräch, was bei deinem System möglich ist.

Geschrieben von Richi, Digital VisionAIR – Webagentur für KMU in der Zentralschweiz. Stand: 25. September 2026.

Du planst einen Onlineshop?

Wir begleiten dich von der Wahl des Systems über Zahlung und Versand bis zu den ersten Kampagnen. Im Erstgespräch klären wir, was dein Shop braucht.

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